Es mag Architekten geben, die in ihrem Schaffen konstanter sind, doch zumindest beim Museo Nacional de Arte Romano in Mérida (siehe hier) ist ihm ein wahres Meisterwerk in Backstein gelungen. Die Rede ist von Rafael Moneo, einem spanischen Architekten und Pritzker-Preisträger, der jüngst mit einem nicht realisierten Entwurf für das Zürcher Kongresshaus von sich Reden machte.
Dass sich auch Moneo in guter Altherren-Architekten-Tradition an Gebrauchsgegenständen abarbeitet, zeigt sich in der Serie Frontalis, die er gemeinsam mit seiner Gattin Belén Moneo für Roca entwarf. Die organisch-gekurvten Formen sollen dabei den natürlichen Rythmus und Fluss des Wassers nachahmen. Dies selbst ist alles andere als neu und wie beim Waschbecken zu sehen ist, auch nicht durchwegs gelungen (siehe unten). Doch vor allem die Modularität des Ganzen, die das Zusamenstellen individueller Kombinationen an der Wand erlaubt, überzeugt. Gleiches gilt vor allem für die kleineren Stücke der Kollektion: Kleiderhaken, auskragende Ablageflächen, WC-Rollen-Halterung und Handtuchstange.
Roca Frontalis