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15. Mai 2012

Individuell die Zweite

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Eingetragen von: Erneste Appell

Der zweite Traum der Indivdualität ist jener des Traditionserhalts: Handwerk nach Mass, wie unsere Grosseltern und ihre Vorfahren ihre Möbel erhielten. Auch dieser Traum ist längst professionalisiert, wird beispielsweise von Manufactum systematisiert und hat in Zeiten einer Gesellschaft mit schlechtem ökologischem Gewissen den gleichen Auftrieb wie Bio-Produkte im Supermarkt.

Einer jener Hersteller, die also mit individuellen, handgefertigten Produkten um Aufmerksamkeit werben, ist alegna. Dieser hat sich der Holzverarbeitung für das Badezimmer verschrieben und verwendet zertifizierte Hölzer (Wenge, Nuss- und Birnbaum, Eiche, Mahagoni und Iroko). Vollständig mit Harz durchtränkt und mit Speziallack versiegelt, werden die edlen Furniere halt- und formbar - und dies inszeniert der Hersteller in der Linie laguna pure effektvoll beim Waschbecken, das Kanten und sanfte Schwingungen vereint. Und wem das noch immer nicht exklusiv und handwerklich genug ist, der kann sich vom Partner Paul Krenz ganz individuelle Intarsien einarbeiten lassen - aber Achtung: deutsches Qualitätshandwerk hat seinen Preis!

alegna laguna pure

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14. Mai 2012

Individuell die Erste

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Eingetragen von: Erneste Appell

Möbelbausysteme wie jenes von USM Haller und die mehrheitlich Vision gebliebenen Raumzellen-Entwürfe aus den Zeiten des japanischen Metabolismus der 1970er haben eines gemeinsam: den Traum von einer erfüllten Individualgesellschaft durch vielseitig wandelbare Industrieprodukte. Dieser Traum ist noch längst nicht ausgeträumt und ebenso wie das Kleinstauto smart in rechnerisch wohl abermilliarden - wenn auch meist absurden - Varianten erhältlich ist, so setzt der Hersteller Alape im Bad auf Modularität.

be yourself heisst die umfangreiche Linie, die "die Integration von Waschplätzen als raumgliedernde oder raumbildende Elemente in geschlossene wie auch offene Wohnkonzepte" ermöglicht. Konkret heisst das: Die Module sind freistehend oder wandorientiert erhältlich, es gibt ein 2 Meter breites Wannenmodul, ein 1 Meter breites Beckenmodul und 0.5 sowie 1 Meter breite Seitenmodule für den Waschplatz. Dabei sind die einzelnen Module wandelbar, beispielsweise gibt es den Waschtisch für Aufsatzbecken oder Unterbaubecken, die jeweils aus hauchdünnem und glasiertem Stahl ausgeführt sind und natürlich: in verschiedenen Längen erhältlich sowie mit oder ohne seitlich vertiefter Armaturenbank (siehe unten). Bezüglich der Materialität hält sich die Palette zwar in Grenzen, ist aber äusserst ausgesucht: Steinern besteht die Wahl zwischen geflammtem Gaya Grey Quarzit und patiniertem Nero Assoluto Granit aus Zimbabwe oder Avorio San Sebastian Kalkstein. Ansonsten sind Holzverkleidungen in klassischer oder dunkler amerikanischer Eiche sowie gekalktem Palisander erhältlich.

Was darf es für Sie sein?

Alape be yourself

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5. Mai 2012

Badewannen-Liegebank

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Eingetragen von: Erneste Appell

Selbstverständlich liebt man das Bild weitläufiger Wellness-Oasen im Eigenheim, die als fliessendes Raumkontinuum in den regulären Wohnbereich übergreifen, doch mal ehrlich: Wer hat schon diesen Platz? Und sollte man in Zeiten der Nachhaltigkeitsdebatte nicht ohnehin Platz sparen? Sicherlich kann sich schon glücklich schätzen, wer überhaupt ein Dampfbad, eine Sauna oder eine Badewanne mit Hydromassage daheim hat.

Es ist also fraglos richtig und für den mittelständischen Haushalt auch notwendig, Platz zu sparen. Wie die Badewanne gleichzeitig zur Entspannungsliege wird, führt VitrA mit Shift vor: Die weisse Wanne, wahlweise auch mit Schürzen in Zebrano oder Berglärche erhältlich, wird mittels einer einfachen Abdeckung aus Holz verdeckt und wandelt sich somit in kurzer Zeit zur Sitz- oder Liegefläche. Und eine kleine Nebensächlichkeit: Der hölzerne Look sieht gut aus, er ist elegant und bringt Wärme und Natürlichkeit ins Badezimmer.

VitrA Shift Badewanne

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3. Mai 2012

Objekt der Woche: vipp Regale

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Eingetragen von: Erneste Appell

Die Accessoires des dänischen Herstellers vipp, der mit seinen metallischen Mülleimern bekannt wurde, haben wir bereits vorgestellt (siehe hier). Mittlerweile hat vipp sein Tätigkeitsfeld erweitert und ist ins Kerngeschäft des Sanitärdesigns vorgestossen. Neben Armaturen gibt es nun auch ein elegantes Regal: wahlweise in schwarz oder weiss erhältlich, ist es stets 23 Zentimeter hoch, 18.5 Zentimeter tief und entweder 60, 120 oder stolze 180 Zentimeter lang. Überzeugend ist in jeder Variante die U-Form aus pulverbeschichtetem Aluminium, die mittels CNC-gefrästen Fingerschrauben aus gebürstetem Edelstahl an der Wand befestigt werden.

Ein kleiner Tipp: Die Kombination mehrerer vipp-Regale mag bei zwei Stücken (siehe unterstes Bild) noch funktionieren, eine ganze Serie der Regale würde jedoch fraglos mit der Objekthaftigkeit des Regals brechen und es empfiehtl sich daher, wenige Regale verschiedener Längen zu kombinieren - oder weniger Krimskrams im Badezimmer anzuhäufen und mit einem Regal zurecht zu kommen. Weniger ist mehr!

vipp Regale

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2. Mai 2012

Einladend ausladend

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Eingetragen von: Erneste Appell

Formen müssen einfach sein, in sich abgeschlossen, klar - und genau mit diesem Dogma modernen Industrie-Designs spielt das Londoner Designer-Paar Nipa Doshi und Jonathan Levien, das bereits für Intel und Camper entwerfen konnte. Nun schufen sie einen Spiegelschrank, den der deutsche Hersteller Authentics produziert und vertreibt. Beim guten Stück namens Kali 1 wird die reguläre Spiegelschrankwand von einzelnen Böden durchstossen, die darüber hinaus im Inneren nicht durchgehend sind. So ergeben sich verschieden hohe Ablagen im Inneren und nach aussen hin diverse Ablageflächen unterschiedlicher Längen. Für diese kann man eine ganze Serie von perfekt passenden Stücken - vom Zahnputzbecher bis zur Seifenschale - erwerben oder es bleiben lassen, sieht die komplette Kombination doch arg unfrei aus.

Doshi Levien - Kali 1

Authentics

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20. April 2012

Lang, länger, XXLang

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Eingetragen von: Erneste Appell

In einer Länge von bis zu 145 Zentimetern liefern Villeroy&Boch den Waschtisch Sentique aus, was zwei Handbreit weniger ist als die kleinsten Standardbadewannen. Und selbst die kürzeste Variante ist mit 80 Zentimetern noch fast doppelt so lang wie ein herkömmliches Waschbecken. Somit richtet sich das kompromisslos moderne und funktional gestaltete Objekt klar an eine puristisch eingestellte, luxusaffine Käuferschicht. Schliesslich möchten auch die beiden riesigen Schubladen mit Handtüchern, Parfüms, Badesalzen und Hautcremes gefüllt werden. Kurz: Ein Platzproblem hat bei Sentique höchstens das zu kleine Badezimmer und wer möchte kann wohl problemlos zwei Armaturen montieren und eine kleine, familiäre Waschstrasse in zeitgenössischem Outfit einrichten.

Villeroy&Boch Sentique

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10. April 2012

Modulare Freiheit

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Eingetragen von: Erneste Appell

 Der Traum des Moduls war in Architektur und Design seit der frühen Moderne präsent, von der Idee der vorfabrizierten Elemente anfangs der 1930er Jahre bis hin zu den Plattenbauten und modularen Möbelsystemen à la USM Haller in den 1960ern. Während es damals um blosse Effizienz und um die Erfüllung der stets gleichen Bedürfnisse für jeden Einzelnen ging, hat sich der Modulgedanke heutzutage hin zur freien Kombination, zur individuellen Zusammensetzung von Bausteinen gewandelt, um so einer individualisierten Gesellschaft gerecht zu werden. 

In letzterer Weise ist auch die Kollektion Spirit von talsee zu deuten. Verschiedene Farben, Materialien, Waschbecken und Möbel arbeiten mit den immergleichen Abmessungen und lassen sich beliebig kombinieren. Dabei kann das Waschbecken, wie oben gezeigt, beispielsweise um eine Einheit verschoben werden, woraus sich zwei versetzte Ablageflächen und eine leichte, vom Ausdruck her schwebende Platte mit Waschbecken ergeben. Die wandmontierbaren Ablageflächen oder der Spiegel harmonieren wiederum mit den Längen der Möbel und so entsteht eine dynamische Komposition aus flachen und breiten Flächen, aus kompakten Volumen und dünnen Flächen, die sich über ihre Abmessungen stets aufeinander beziehen und dadurch eine Einheit bilden. Dass die Schubladen in den Waschschränken mittels modularem Stecksystem frei einteilbar bleiben, versteht sich hierbei von selbst.

talsee Spirit

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24. März 2012

Ein Rahmen?

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Vielmehr eine Kante! Die Sanitärmöbelserie FRAME von SIGN überzeugt durch eine zurückhaltend moderne Gestaltung. Einfache, kubische Formen sowie das Fehlen jeglicher Griffe unterstreichen das Reduzierte dieser Entwürfe. Der kleine Hingucker ist jedoch die schmale Kante in rechtem Winkel, die dem Waschbeckenaufbau in der Ansicht eine elegante Filigranität verleiht und darüber hinaus den versteckten Griff mittels einer schmalen Schattenfuge akzentuiert. Nicht banal, sondern einfach und minimalistisch ist dieses Design - und gerade darum eine gute Wahl.

 

SIGN > collections > FRAME

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23. Februar 2012

Die Schattenfuge

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Der postmoderne Minimalismus der 1990er hält vielerorts bis in die Gegenwart an und zeitigt - bei aller Liebe - bisweilen seltsame Resultate. Der Wunsch nach Reduktion und Einfachheit führt zunehmend zu fugenlosen und glatten Strukturen, die ihre Machart und Funktionsweise verschweigen. So hat die moderne Küche etwa kaum noch Griffe an den Schubladen, stattdessen öffnen sie sich dank durchaus anfälliger Druckmechanismen - damit man am Ende der Woche nicht nur einen Griff, sondern die überall mal 'aufgedrückte' Fläche zu putzen hat.

Der reduzierte, kubische Körper ist eine Abstraktion. Fraglos mögen viele fähigen Designer diesen zum Ausgangspunkt eines sorgfältig detaillierten Gegenstands nehmen - anders Byung Soo Zoochi für RIFRA: Er verbirgt die Funktionsweise der Schubladen von K.ONE nicht hinter der abstrakten Körperlichkeit, sondern inszeniert die Öffnungsfront durch eine umlaufende Vertiefung. Diese zeigt uns zweierlei: Erstens kann auch ein Körper, der mehr bietet, als geschlossene Flächen von Primärkörpern, einfach und schön sein - und dabei im Gebrauch tauglicher als der Versteck-Fetisch der Konkurrenz. Zweitens passiert Design im Detail, im kleinen Massstab. Die nur wenige Zentimeter kleine Vertiefung macht einen riesigen Unterschied!

 

RIFRA K.ONE

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24. November 2011

Arrangiamento di mobili

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Für gewöhnlich versuchen Möbelhersteller, gleich ob im Badezimmer oder ausserhalb, Möbel multifunktional und geschickt zu entwerfen, sodass eine Vielzahl von Bedürfnissen erfüllt wird. Meist ist das Ziel zudem, diese Vielseitigkeit in eine klare Form zu giessen.

Das neue Möbelprogramm von INDA geht nun einen anderen Weg. Eine Vielzahl ähnlicher jedoch unterschiedlicher Regalelemente - in weiss und ausgekleidet mit Holzlaminat - kann hier frei nach den individuellen Bedürfnissen zusammengestellt werden. Wer es einfach mag, wird sich so drei mal drei gleiche und weisse Elemente kaufen, wer mehr von den modernen Hängungen zeitgenössischer Kunst angetan ist, wird es eher wie hier abgebildet tun und verschiedene Elemente frei zu einem spannungsvollen Ganzen komponieren.

Ein kleiner Tipp am Rande: Das Prinzip funktioniert natürlich auch mit gebrauchten und noch verschiedenartigeren Regalmodulen - und gewinnt dann noch mehr an Individualität.

INDA

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