Auguste Perret, eine schillernde Figur der französischen Frühmoderne, der unter anderem die kriegszerstörte Hafenstadt Le Havre wieder aufbaute, war ein Mann des Rasters. Strassen, Plätze, Häuser, Parks, Infrastruktur - alles hatte sich einem strengen Raster einzufügen, das als geometrische Grundordnung eine in sich ruhende Freiheit ermöglichen sollte. Nun gibt es Theorien, wonach das Raster ein menschenverachtendes, unnatürliches und geometrisch-perverses Werkzeug zur Kontrolle ist, andere wiederum behaupten das Raster sei unschuldig, elementar und letztlich eine pragmatische Voraussetzung für Messbarkeit und Einteilbarkeit, also gedanklicher Grundpfeiler der Demokratie.
Doch soll uns dieser theoretische Exkurs hier nicht weiter beschäftigen, stattdessen werfen wir einen Blick auf die Kollektion Xtreme von Mosa. Tiles., die ein grosses und modulares Keramikplattensystem wahlweise mit Akzenten in Glas, Aluminium und Edelstahl durchsetzt. Intuitiv wirkt das ruhig, potentiell vielseitig, geschickt. Letztlich dreht sich die Raster-Frage vielleicht weniger um Raster oder Kein-Raster, sondern seine Art und die Frage, was darin passiert.
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