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18. Mai 2012

Händewaschen mit Knick

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Eingetragen von: Erneste Appell

In glänzendem Chromstahl gibt es ihn ebenso wie in mattiertem Weiss oder Schwarz und stets lassen sich der untere und der obere Teil im Farbtron nach Belieben kombinieren. Aber dies macht den Wasserhahn AFTERNOON von altro+supergrif kaum schöner, lebt er doch letzlich von seiner Einfachheit. Gleich einer kräftigen Nachmittagsmüdigkeit lehnt er sich nach vorne und droht in das Becken zu kippen. Das tut er natürlich nicht, stattdessen speit er Wasser, sobald der 'Kopf' geknickt wird. Ein dynamischer, kräftiger und doch minimalistischer Entwurf.

altro+supergrif AFTERNOON

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15. Mai 2012

Individuell die Zweite

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Eingetragen von: Erneste Appell

Der zweite Traum der Indivdualität ist jener des Traditionserhalts: Handwerk nach Mass, wie unsere Grosseltern und ihre Vorfahren ihre Möbel erhielten. Auch dieser Traum ist längst professionalisiert, wird beispielsweise von Manufactum systematisiert und hat in Zeiten einer Gesellschaft mit schlechtem ökologischem Gewissen den gleichen Auftrieb wie Bio-Produkte im Supermarkt.

Einer jener Hersteller, die also mit individuellen, handgefertigten Produkten um Aufmerksamkeit werben, ist alegna. Dieser hat sich der Holzverarbeitung für das Badezimmer verschrieben und verwendet zertifizierte Hölzer (Wenge, Nuss- und Birnbaum, Eiche, Mahagoni und Iroko). Vollständig mit Harz durchtränkt und mit Speziallack versiegelt, werden die edlen Furniere halt- und formbar - und dies inszeniert der Hersteller in der Linie laguna pure effektvoll beim Waschbecken, das Kanten und sanfte Schwingungen vereint. Und wem das noch immer nicht exklusiv und handwerklich genug ist, der kann sich vom Partner Paul Krenz ganz individuelle Intarsien einarbeiten lassen - aber Achtung: deutsches Qualitätshandwerk hat seinen Preis!

alegna laguna pure

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14. Mai 2012

Individuell die Erste

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Eingetragen von: Erneste Appell

Möbelbausysteme wie jenes von USM Haller und die mehrheitlich Vision gebliebenen Raumzellen-Entwürfe aus den Zeiten des japanischen Metabolismus der 1970er haben eines gemeinsam: den Traum von einer erfüllten Individualgesellschaft durch vielseitig wandelbare Industrieprodukte. Dieser Traum ist noch längst nicht ausgeträumt und ebenso wie das Kleinstauto smart in rechnerisch wohl abermilliarden - wenn auch meist absurden - Varianten erhältlich ist, so setzt der Hersteller Alape im Bad auf Modularität.

be yourself heisst die umfangreiche Linie, die "die Integration von Waschplätzen als raumgliedernde oder raumbildende Elemente in geschlossene wie auch offene Wohnkonzepte" ermöglicht. Konkret heisst das: Die Module sind freistehend oder wandorientiert erhältlich, es gibt ein 2 Meter breites Wannenmodul, ein 1 Meter breites Beckenmodul und 0.5 sowie 1 Meter breite Seitenmodule für den Waschplatz. Dabei sind die einzelnen Module wandelbar, beispielsweise gibt es den Waschtisch für Aufsatzbecken oder Unterbaubecken, die jeweils aus hauchdünnem und glasiertem Stahl ausgeführt sind und natürlich: in verschiedenen Längen erhältlich sowie mit oder ohne seitlich vertiefter Armaturenbank (siehe unten). Bezüglich der Materialität hält sich die Palette zwar in Grenzen, ist aber äusserst ausgesucht: Steinern besteht die Wahl zwischen geflammtem Gaya Grey Quarzit und patiniertem Nero Assoluto Granit aus Zimbabwe oder Avorio San Sebastian Kalkstein. Ansonsten sind Holzverkleidungen in klassischer oder dunkler amerikanischer Eiche sowie gekalktem Palisander erhältlich.

Was darf es für Sie sein?

Alape be yourself

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11. Mai 2012

Massive Proportionen

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Eingetragen von: Erneste Appell

"Grande Collection - geometrisch essentiell und elegant - sollte als vollständiges und kraftvolles Statment wahrgenommen werden, dass mit dem umgebenden architektonischen Raum harmonisiert. Wir haben beschlossen, das enorme Potential der industriellen Produktionstechniken zu untersuchen, um skulpturale Qualitäten und Eleganz in das Badezimmer aller Leute zu bringen. Eine Hommage an minimalistische Architektur und die Arbeit von Donald Judd."

Mit diesen Worten beschreiben die Sanitärdesign-Ikonen Ludovica+Roberto Palomba die Kollektion Grande für KOS. Und selbstverständlich ist der Name Programm: Gross und kräftig wirken die Körper, was jedoch eher an den Proportionen und den breit ausformulierten Rändern liegt, als an der wirklichen Grösse. Mit fast zwei Metern Länge sind die halb eingebaute Variante (siehe oben) und die freistehende Variante (siehe unten) zwar etwas länger als eine Standardbadewanne, die Wirkung übertrifft die absoluten Zahlen jedoch bei Weitem. Die Grande Angolo, eine Eckwanne, und die Grande Quadra, eine quadratischen Wanne (beide zuunterst abgebildet), sind in ihren Dimensionen jedoch schon längst keine Badewannen mehr, sondern vielmehr Whirlpools. Wie die Designer denn auch richtigerweise feststellen, "eignet sich Grande für grosse Räume".

KOS > Products > Bath Tubs > Grande

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10. Mai 2012

Objekt der Woche: Agape Nivis

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Eingetragen von: Erneste Appell


Andrea Morgante ist ein gestandener Gestalter: Früher tätig an der Seite von Future Systems und Jan Kaplicky sowie Ross Lovegrove, hat er sich 2009 unter dem Namen Shiro Studio selbständig gemacht. 'Shiro' ist dabei eine Metapher, das japanische Wort für 'weiss' steht hier für einen puren kreativen Ansatz, bei dem formale Untersuchungen sich mit Anatmoie, Aeronautik, Meteorologie, Botanik, Skulptur und digitalen Fabrikationstechniken beschäftigen.

Für die italienische Agape hat Morgante nun unter dem Namen Nivis ein nahtloses Waschbecken aus perlweissem Mineralwerkstoff kreiiert, bei dem sich zwei Vertiefungen in einem Quader mit seitlich grosszügig abgerundeten Ecken befinden. Diese Vertiefungen sind als eine einzige organische Fläche miteinander verwachsen, wobei das Wasser von der grossen in die kleine Vertiefung fliesst. Wozu das Ganze? Vielleicht als Seifenablage? Oder einfach, weil es gut aussieht und die stromlinienförmige Weichheit des Entwurfs mit zwei Vertiefungen gerade doppelt zu Geltung kommt!

Agape Nivis

Shiro Studio

Bewertung: 2.7 von 3 Benutzern

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8. Mai 2012

Aussen harte Muschelschale, innen weiche Haute Couture

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Eingetragen von: Erneste Appell

Mit der Badewanne BCR 01 für die Kollektion COUTURE versuchte das Design-Team von Wetstyle zweierlei zu erreichen: Erstens soll sich der Badende beim Eintauchen in das Wasser fühlen, als würde er in eine edle Haute-Couture-Robe gleiten. Aus diesem Grunde ist die Form im Inneren glatt und geschwungen. Nach aussen hin, ist die Form dagegen von der Assymmetrie und den Rippen einer Seemuschel inspiriert. Die verschiedenen Neigungen eignen sich dabei auf der einen Seite eher für das sitzende Baden, auf der anderen zum angenehmen Liegen.

Das Objekt ist in dreierlei Finishes erhältlich: True High Gloss, matt oder das sogenannte Dual Finish. Bei letzterem ist das Innere der Wanne in High Gloss, das Äussere mattiert ausgeführt - was die Dualität der glatten Innen- und der gerippten Aussenform am besten unterstreicht.

Wetstyle Couture BCR 01

Bewertung: 2.2 von 5 Benutzern

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7. Mai 2012

Einfache Kraft

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Eingetragen von: Erneste Appell


Katagami ist eine kleine Stadt mit kaum 35'000 Einwohnern in der japanischen Präfektur Akita. Und auch wenn es kaum einen Bezug zum gleichnamigen Waschbecken von West One Bathrooms gibt: So klangvoll, wie der Name Katagami ist, so schön ist das Waschbecken. Eine einfache, mattschwarze Bronzeschale, flach und dreifach profiliert. Ein schönes Stück, das mit nahezu archaischer Kraft einen Hauch von Wellness-Atmosphäre ins Badezimmer bringt.

West One Bathrooms - Katagami Wading Pool

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6. April 2012

Objekte der Woche: Style von Svedberg

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Eingetragen von: Erneste Appell

Jede Zeit hat ihren eigenen Stil. Das gilt nicht nur für das griechische Altertum, die germanische Gotik oder die italienische Renaissance sondern auch für die Goldenen 1920er oder die 1960er. Gerade letzteres Jahrzehnt zeichnet sich durch eine eigene Sprache aus, einen starken Gestaltungswillen, der befeuert von der ersten Mondlandung und zahllosen technischen Neuerungen einem seit den Weltkriegen ungekannten Zukunftsglauben huldigt und als Space-Age- und Pop-Art-Design den Grundstein für die heutigen Freiformen legte. 

Der schwedische Sanitärdesign-Hersteller Svedberg hat die Formen der 1960er mit der minimalistischen Brille der Gegenwart betrachtet und die Kollektion Style kreiiert, die von den abgerundeten Ecken dieses Jahrzehnts inspiriert ist und die kubische Box der 1990er und 2000er Jahre damit verschmilzt. Die Kollektion ist eigenwillig, elegant, schlicht und bietet eine Auswahl aus Produkten, die aus gegossenem Kunststein (Marmor) bestehen und in weissem, schwarzem und Teakholz-Finish erhältlich sind.

Svedberg Style

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26. März 2012

Bodoni im Badezimmer

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Die Klassizistischen Antiqua sind eine Schriftenfamilie benannt nach ihrer Entstehungszeit. Zumindest in Deutschland, in England werden sie - zurückgehend auf den französischen Typografen Firmin Didot - Didone, in Frankreich Didones und in Holland Didonen genannt. In Italien allerdings hat es Giambattista Bodoni um 1760 mit der nach ihm benannten Antiqua-Schrift Bodoni geschafft, dass gleich die gesamte Sprachfamilie als Bodoniani bezeichnet wird. Viel liesse sich hier erzählen über die Besonderheiten der vor allem bei Kupfer- und Stahlstichen verwendeten Schrift, über ihre klaren Formen und die dünnen Serifen und Haarstriche. Die entsprechende Recherche und eine detaillierte Formenanalyse soll an dieser Stelle jedoch jedem selbst überlassen werden. Danach dürfte dann auch ersichtlich werden, wieso Robin Levien seine für Sottini entworfene Keramik-Kollektion Bodoni nannte.

Sottini Bodoni

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24. März 2012

Ein Rahmen?

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Eingetragen von: Erneste Appell

 

Vielmehr eine Kante! Die Sanitärmöbelserie FRAME von SIGN überzeugt durch eine zurückhaltend moderne Gestaltung. Einfache, kubische Formen sowie das Fehlen jeglicher Griffe unterstreichen das Reduzierte dieser Entwürfe. Der kleine Hingucker ist jedoch die schmale Kante in rechtem Winkel, die dem Waschbeckenaufbau in der Ansicht eine elegante Filigranität verleiht und darüber hinaus den versteckten Griff mittels einer schmalen Schattenfuge akzentuiert. Nicht banal, sondern einfach und minimalistisch ist dieses Design - und gerade darum eine gute Wahl.

 

SIGN > collections > FRAME

Bewertung: 3.0 von 1 Benutzern

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